Moderner Gelenkersatz im Christophorus EndoProthetikZentrum Coesfeld
Shownotes
Wann wird ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk notwendig und welche modernen Prothesenmodelle stehen heute zur Verfügung? Darum und um viele weitere Fragen rund um den Gelenkersatz dreht sich diese neue Folge. Zu Gast sind Dr. Dirk Sven Jakob und Prof. Dr. Jan-Carl Schagemann, Chefärzte der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie und Leiter des Christophorus EndoProthetikZentrums Coesfeld (EPZ). Gemeinsam geben sie spannende Einblicke in die Arbeit eines der größten und innovativsten EPZ im Münsterland. Sie erklären, wie Arthrose entsteht, wann konservative Therapien nicht mehr ausreichen und wie die Entscheidung für eine passende Prothese getroffen wird. Sie stellen die modernen Verfahren ihres Zentrums vor mit kleineren Eingriffen und weniger Belastung für das Gewebe. Neben diesen minimalinvasiven OP-Techniken sorgen auch eine intensive Vorbereitung vor sowie eine frühe Mobilisation nach der Operation dafür, bei den Patient:innen Schmerzen zu reduzieren, Komplikationen zu vermeiden und die Genesung zu fördern.
Transkript anzeigen
00:00:04: Herzlich willkommen zu.
00:00:05: Hallo Christophorus, deinem Podcast der Christopherus-Gruppe.
00:00:09: Hier dreht sich alles um Medizin, Pflege, Therapie und das Miteinander bei uns – also um die Menschen, die diese Bereiche mit Leben
00:00:16: füllen!
00:00:17: Schön dass du dabei bist.
00:00:20: Willkommen zu unserer neuen Podcastfolge rund über das Thema Gelenkersatz im Christophpus Endoprothetikzentrum, kurz EPZ.
00:00:28: Darin informieren wir wie ein Stair.
00:00:31: größten und innovativsten EPZ im Münsterland arbeitet, welche Prothese welche Vorteile hat und wie die Patienten selber sehr erfolgreich mithelfen können dass ihre Genesung schneller und noch besser läuft.
00:00:45: Das und noch viel mehr bespreche ich heute mit Dr.
00:00:47: Dirk Sven Jakob und Professor Jan-Karl Schagemann.
00:00:51: Herzlich willkommen!
00:00:55: Sehr gerne!
00:00:56: Ja stellt euch doch zum Beginn einfach mal kurz vor Was macht ihr in den Christophoros-Kliniken und warum seid ihr die richtigen Ansprechpartner für das Thema?
00:01:06: Dirk, fangt du doch an.
00:01:07: Ja!
00:01:08: Mein Name ist Derge Erkopp.
00:01:10: Ich bin Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie.
00:01:14: Bin jetzt seit vierzehn Jahren schon im Haus und habe die Abteilung eben auch mit ausgebaut und zu dem eingehaut, was sie jetzt ist.
00:01:26: Wir sind jetzt seit einigen Jahren schon Endoprothesen-Zentrum und ich bin einer der Hauptoperateure des endoprothesen Zentrums.
00:01:36: Und die Erfahrung, die man im Laufe der Jahre sammelt, denke ich kann man so auch weitergeben.
00:01:42: Wunderbar!
00:01:43: Vielen Dank!
00:01:44: Jan ergänzt du gerne?
00:01:46: Ja mein Name ist Jan Schagemann Ich bin wie Herr Dr.
00:01:49: Jakob Chefarzt hier in der Klinik für Orthopädie und Unfischologie und wir leiten zusammen das Endoprotetikzentrum Und ich bin mittlerweile seit fast sechs Jahren schon in der Klinik und wir haben in den letzten Jahren ganz viele weitere Aspekte, die für die endoprothetik wichtig sind implementiert.
00:02:07: Und sind auf einem sehr guten Weg.
00:02:09: Herzlichen Dank!
00:02:11: Wir sprechen heute über Gelenkersatz im Endoprathetikzentrum.
00:02:14: Am besten erklären wir mal kurz was das wirklich bedeutet?
00:02:17: Was dieser Name bedeutet?
00:02:19: Ja also EPZ ist die Abkürzung für Endoprotesenzentrum oder Endoprothetikzentrum.
00:02:26: Und Endoprotetik ist das Einbau von günstlichen Gelenken in den Körper, also sprich künstliche Gelenke, Kugelgelenk zum Beispiel für die Hüfte, Kogelgelenke für die Schulter oder Scharniergelenkel.
00:02:39: Das wäre dann eher fürs Kniegelenk und für Sprunggelenk.
00:02:45: Wann wird denn eigentlich ein günstliches Gelenk notwendig?
00:02:49: Die Hauptindikation ist sicherlich Atrose, Verschleiß.
00:02:53: Von der wir noch gar nicht so richtig wissen wer sie bekommt und wer sie nicht bekommt.
00:02:57: also das ist noch nicht ganz aufgeschlüsselt.
00:02:59: es gibt Hinweise auf eine familiäre Häufung Aber es gibt auch andere Ursachen für verschleis zum Beispiel eine Knochenverletzung ein Bruch mit Gelenkbeteiligung oder eine Gicht, entzündliche Erkrankungen wie Rheuma- oder auch Infekte können zu Verschleiß führen.
00:03:16: Oder auch anlagebedingte Formgebungsstörungen des Plasinen könnte man sagen zum Beispiel der Hüfte für einen.
00:03:24: dann zum Verschlesen.
00:03:25: Okay!
00:03:26: Wie ist denn der Ablauf wenn ein Patient oder eine Patientin zu euch kommen?
00:03:30: Dirk?
00:03:31: Also ihn... So erst kommt ein Patient mal ambulante zu uns und das ist immer so, dass er vorher schonmal beim Orthopäden gewesen sein sollte.
00:03:42: Dann kommt damit im entsprechenden Ticket.
00:03:44: Das ist meistens eine Einweisung zu uns.
00:03:46: Und wir machen dann erstmal einen Analysegespräch.
00:03:50: gucken was der Patient so alles mitbringt, Wasser für Beschwerten hat.
00:03:55: Wie viel Schmerzen er hat?
00:03:56: Wie lange?
00:03:57: Wir fragen auch schon welche Therapien durchgeführt wurden, was er alle schon hat wie viele Spritzen er schon ins Gelenk gekriegt hat wann die letzte Spritze war und so weiter.
00:04:06: wir fragen auch vorausschauend schon nach den Nebenerkrankungen weil die ja vielleicht für eine OP-Indikationsstellung auch wichtig sind.
00:04:16: Dann kommt die Untersuchung.
00:04:17: Wichtig ist, dass man das Gelenk untersucht und auch die anderen Gelenke untersucht.
00:04:22: Es ist heutzutage nicht mehr so, es sind nur der Schmerz und die Beschwerden für die Indikationsstellung wichtig sind, sondern auch die Funktion.
00:04:32: Wenn wir zum Beispiel eine sehr steife Hüfte haben, ein sehr steifes Knie, dann ist das auch mal einen Grund vielleicht eine Knie- oder Hüftprothese eher zu indizieren oder früher zu operieren.
00:04:44: Dann kommt nach der Untersuchung natürlich die Röntgen-Untersuchung.
00:04:48: Das ist für uns immer ganz wichtig, wir gucken die Röhntgenbilder an, die vom Autopäden mitgebracht werden.
00:04:55: Meistens müssen wir noch spezielle Aufnahmen machen entweder eine mit Messkugel das ist damit wir schon die Protesen in der Größe und Form probatorisch einbauen können ins Röentgenbild sozusagen.
00:05:12: Das ist für die Hüfte und das Knie wichtig, dass die Aufnahmen im Stehen gemacht sind.
00:05:16: Und andere Spezialaufnahmen in Ergänzung zu dem was den Patienten mitgebracht haben.
00:05:22: Das heißt ihr schaut euch im Grunde genommen sehr gründlich vorher an woran der Patient leidet und schaut dann auch ob es eben konservative Therapien gab also keine Operation, sondern Physiotherapie.
00:05:38: Massagen spritzen was der Patient vorher schon alles bekommen hat und diese können ja glaube ich die Arthrose aktuell zwar die Symptome lindern der Arthose aber nicht wirklich die Ursachen bekämpfen.
00:05:53: und dann sagt ihr irgendwann wenn dieser Zeitpunkt verstrichen ist ist die Prothese die richtige Wahl?
00:06:00: oder wie stelle ich mir das vor?
00:06:02: Ja, genau.
00:06:03: Also wie dir gerade schon gesagt hat wir fragen in der Anamnese Situation was ist denn schon alles probiert worden?
00:06:09: Was ist versucht worden?
00:06:10: Wie lange geht das schon?
00:06:12: und das wollen wir auch wissen dass es ganz wichtig das ganz wichtiger Bestandteil der Behandlung der Arthrose des Verschleißes Und wenn die Patienten uns dann berichten dass es immer schlimmer geworden ist und dass der Leidensdruck jetzt wirklich hoch ist Dann prüfen wir die Indikation für ein Kunstgelenk.
00:06:28: Und bei der Indikationsstellung halten wir uns ganz streng an.
00:06:30: die Like-Linie, die ist ganz aktuell arbeitet worden von einer deutschen Gesellschaft für Autopädie und Unfallchirurgie.
00:06:37: Die ist sehr umfangreich und nimmt Stellung zu konservativen Möglichkeiten, zu sinnvollen vielleicht auch eher unnützen Möglichkeiten und Maßnahmen Und aber auch zum richtigen Zeitpunkt der Operation und was Grundvoraussetzung dafür sein muss.
00:06:55: Und kurz zusammengefasst werden am Prinzip vier kritische Fragen gestellt.
00:06:59: Erstens müssen wir einmal den Strukturschaden im Röntgenbild haben, also die Arthrose ist die Grundvaraussetzung.
00:07:05: Die Symptom-Dauer muss abgefragt werden Also es muss schon eine gewisse Zeit lang gehen.
00:07:09: Da müssen die konservativen Maßnahmen ausgeschöpft sein, unternommen worden sein.
00:07:15: Und mit die wichtigste Frage wie wir finden ist die Frage nach dem Leidensdruck.
00:07:19: also der Patient muss einen gelenkbezogenen Leidendruck haben und sagen es macht keinen Spaß mehr ich kann nicht mehr zum Kegeln Ich kann nicht Fahrrad fahren weil das Knivet tut und dann kann man zusammen im Gespräch die Indikation zum Kunstgelenk stellen
00:07:34: Ja okay da würde ich gerne einhaken.
00:07:37: welche Prothesenarten stehen denn zur Verfügung?
00:07:41: Also wenn wir erstmal über das Knie sprechen, gibt es im Prinzip drei unterschiedliche Prothesengruppen.
00:07:46: Es gibt einen Teilgelenkersatz den sogenannten Schlitten Dann gibt es die Vollprothese und dann gibt es für Sonderfälle vielleicht voraus vorgegriffen Für schlechte Knochenqualität sehr starke Achsabweichnungen Und instabile Bänder so genannte gekoppelte Prothes.
00:08:04: Standard in Deutschland ist sicherlich immer noch die Vollprothese der bi-kondelläre Oberflächenersatz, bei dem alle Bereiche des Gelenkes ersetzt werden.
00:08:13: Aber das Gelenk wird dennoch über die eigenen Wände stabilisiert und geführt.
00:08:19: Eine Spezialität hier von uns und eine Kernkompetenz ist sicherlich die Schlittenprothese bundesweit.
00:08:25: Werden so ungefähr fünf zum Prozent aller Knie als Teil Prothese eingesetzt, bei uns ist der Anteil bei ungefähr vierzig Prozent und wir sind von diesem Konzept absolut überzeugt denn Die Schlittenprothese ist der wahre Oberflächenersatz.
00:08:40: Wir ändern an der Biomechanik des Gelenkes gar nichts, sondern wir ersetzen lediglich die verschlissene Oberfläche des Gelnkes und insofern ist das eine wunderbare Versorgung.
00:08:52: Der operative Eingriff ist kleiner, kürzer ein geringeres Trauma und die funktionellen Ergebnisse sind sehr gut.
00:08:58: Die Patienten kommen schnell wieder auf die Beine und kommen mit dieser Prothese wirklich sehr, sehr gut zurecht.
00:09:03: Das hört sich gut an.
00:09:05: Das bezog sich ja jetzt auf das Kniegelenk, wie sieht es denn bei den Hüftgelenken aus?
00:09:09: Also gibt's auch da verschiedene Modelle und wenn ja habt ihr da auch also eine Prothesenart zum Beispiel die ihr öfter einsetzt weil ihr davon überzeugt seid.
00:09:18: Ja, auch bei der Hüfte gibt es natürlich verschiedene Modellen.
00:09:22: Es gibt in erster Linie natürlich den Standartschaft.
00:09:25: Der wird in Deutschland so zu achtzig Prozent immer noch eingesetzt Und da gibt es die Kurzschaffprothese, das ist die Prothese die bei uns jetzt favorisiert wird.
00:09:36: Man kann die Standardprothesie dann auch eigentlich schon als Langschaft bezeichnen und das charakterisiert natürlich dann auch den Kurzschaf, der ist einfach kürzer.
00:09:46: Das Zweite was es gibt, es gibt natürlich zementierte und nicht zementierten Prothesen also zementfreie und dass so, dass das einfach die Knochenqualität entscheidet.
00:09:57: Zu achtzig Prozent steht es bei uns immer schon vor der OP-Fest, was da passieren können und Prothese kriegt.
00:10:03: Wir gucken aber, sagen wir in so zwanzig Prozent der Fälle.
00:10:07: Ist es dann doch so dass bei der OP sehen na der Knochen ist vielleicht auch ein bisschen weicher als man sich den vorgestellt hat und wenn man das vor Ort sieht dann kann man die Prothesen dann auch zementieren?
00:10:17: Das Schöne ist unser Lieblingsschaft ist der Kurzschraft.
00:10:20: Den gibt's jetzt auch neuerdings in zementierter Form sodass man den auch einfach zementiert kann wenn man bei der Op feststellt dass die Knochengqualität doch nicht so ist wie man sie vorher geplant hat.
00:10:33: Der Vorteil bei den Kurzschaffprothesen ist einfach, wie der Name schon sagt, kurz.
00:10:38: Das heißt das ist knochensparend und man muss weniger auf die Knochen aufräsen.
00:10:45: Man spart dann einfach Knoche.
00:10:47: Das Zweite ist dass er etwas proximaler fangert.
00:10:50: Die Prothese ist ein bisschen dicker, die ist auch leicht gebogen geformt so dass sie sich anders im Oberschenkel verklemmt und verankert.
00:10:59: Und dadurch ist die Krafteinleitung in den Oberschänkel besser, das heißt man kann die Kraft besser einleiten ins Bein.
00:11:07: Es gibt weniger osteoporotische Knochenabbauern, was wichtig ist für die Langhaltbarkeit der Prothese.
00:11:18: Natürlich ein Vorteil ist, wenn man eine kurze kleine Prothese eingebaut hat.
00:11:22: Ist auch der Wechsel leichter?
00:11:23: Wenn es später irgendwann mal eine Wechsel-Operation sein sollte oder irgend so kriegt man die Prothesis natürlich leichter wieder raus.
00:11:31: Da sind viele, viele Gründe, die wirklich überzeugen.
00:11:35: Wie viele Kurzschaffprothesen werden denn eingesetzt Jan?
00:11:38: Ja da sind wir beim Kurz schafft genauso progressiv wie mit der Schlittenprothese anders als der Bundesdurchschnitt.
00:11:45: Wir setzen bei fast neunzig Prozent aller unserer Patienten einen Kurzschafft ein.
00:11:50: Weil wir, wie Dirk das gerade schon ausgeführt hat wirklich von dem Konzept sehr überzeugt sind... Man kann die Anatomie des Patienten wirklich individuell rekonstruieren.
00:12:00: Die Muskelhebel stimmen, die Position der Prothese zum Becken, die Gelenkfunktion.
00:12:07: Das ist alles mit dem kurz schaft möglich.
00:12:10: Insofern setzen wir den mit Erfolg ein und da gibt uns auch das Endoprothesenregister Deutschlandrecht.
00:12:17: Wir können ja schauen, wie schneiden unterschiedliche Implantatkombination ab?
00:12:22: Und wie schneidet auch wir ab im Vergleich zum Bundesdurchschnitt?
00:12:25: Da sehen wir wirklich für diese beiden genannten Ja vielleicht nicht modernen aber besonderen Versorgungsform sehr gut ab – mit guten Ergebnissen und einer langen Standzeit.
00:12:37: Na ja, interessant.
00:12:39: Du sachtest gerade schon das Stichwort modern?
00:12:42: Das sind hier jetzt eben zwei Alternativen – Kurz- schaft und Langschaft-Portesen.
00:12:46: Die sind aber dennoch länger etabliert.
00:12:49: Gibt es denn auch noch neuere Entwicklungen in dem Bereich?
00:12:54: Ja, es gibt natürlich immer neue Entwicklungen!
00:12:57: Und die Entwicklung geht natürlich auch in der Indo-Prothetik immer weiter.
00:13:01: Zum Beispiel werden oder in den letzten Jahren wurde immer die Materialien besser.
00:13:07: Einmal die Materialien selber, dann auch die Beschichtungen der Materialien.
00:13:12: Das heißt sprich dass die Beschichtigung dafür sorgt das der Knochen leichter an die Prothese ranwächst und damit schneller fest wird, schneller belastungsstabil wird.
00:13:23: Das ist vor allem bei der Hüfte so.
00:13:25: es ist auch so dass die Gleitpaarung der Prothesen besser wird.
00:13:29: D.h.,
00:13:30: die Oberfläche der Prothesen, der Kunststoff Und auch das Metall werden besser.
00:13:36: Es gibt weniger Abrieb und wenn es weniger Kunststoffabrieb zum Beispiel gibt, dann gibt's auch weniger Lockerungen und weniger entzündliche Prozesse die im Gelenk abschmieren.
00:13:46: Gerade die Prothesen, die in den letzten zehn Jahren mit den gehärteten Kunststoffe eingesetzt worden sind glaube ich oder ist schon ersichtlich dass sie länger halten als die Prothesen, die es vorher vor zwanzig Jahren gab.
00:14:02: Das zeigen auch schon die Regisse, und so ist es auch.
00:14:06: Ja dann werden die Prothesen immer anatomischer, das heißt man versucht immer mehr die Anatomie vor allem beim Kniegelenk aber auch an der Hüfte wieder herzustellen.
00:14:16: Die Kurzschaftprothese hat man schon gesagt, die schmiegt sich der Anatomie besser an als die Landschaftprothesie.
00:14:22: Und beim Kniegelenk wird die Oberfläche anatomisch eingesetzt.
00:14:30: Als weiteres E-Typfelchen kann man wenn man es ganz anatomisch machen will auch individuelle Prothesen einsetzen.
00:14:36: Das heißt, wenn wir jetzt in der Ambulanz sehen das ist ein Patient da passt wirklich eine normale Prothese ganz schwer entweder einen ganz großer Patienten ganz klein eine besondere Anatomie oder ganz gut geeignet zum Beispiel bei Kniescheibenartrosen.
00:14:52: die haben ja meistens Formveränderung im Gleitlager in der Kniescheibe selber.
00:14:57: Und diese Lenk-Scheibartrosen sind das, die eigentlich ganz ideal sind.
00:15:03: und da kommt es mal vor dass man dann sagt okay wir müssen eine Protese anfertigen Die wird dann angefertigt von einer speziellen Firma auf ein dreidimensionales CT wo das Knie rekonstruiert wird und dann passt die Protese Millimeter genau und ist für den Patienten individuell angefertigend.
00:15:21: Wirklich beeindruckend, was es da alles gibt und dass diese Entwicklung ja wirklich immer weiter schreitet zum Wohliath der Patienten.
00:15:28: Ganz klar!
00:15:29: Jetzt haben wir viel geredet darüber, was ihr beide und eure Kolleginnen machen könnt um den Patienten zu versorgen.
00:15:35: aber das ist nicht alles.
00:15:37: auch die Patientinnen selbst sind in den Christophorus Kliniken in dem Prozess fest eingebunden sowohl im Vorfeld der OP als auch danach.
00:15:46: Möchtet Ihr uns das mal kurz erklären?
00:15:49: Ja sehr gerne.
00:15:51: Das nennt sich bei uns Fast Track über Deutsch übersetzt schneller Fahrt.
00:15:58: Da gibt es unterschiedliche Begrifflichkeiten und im Prinzip ist das ein Programm, was aus drei Säulen besteht eine gute Vorbereitung des Patienten und wie du schon gerade sagtest da binden wir den Patienten wirklich ein.
00:16:10: Da soll er üben und trainieren und wir schulen ihn dabei und helfen ihm dabei.
00:16:15: die zweite Säule ist eine gute Chirurgie minimalinvasiv da wird dir gleich noch etwas zu sagen.
00:16:20: Und die dritte Säule ist die Nachsorge und die sofortige Mobilisierung.
00:16:24: Da hat sich wirklich einiges getan in den letzten Jahren, wie wir Chirurgen neigen ja so ein bisschen dazu zu glauben dass der Erfolge einer Operation allein von unserem Können abhängt.
00:16:34: aber wir wissen natürlich das da ganz viele andere Berufsgruppen mit reinspielen um vor allem der Patient auch und das ist auch etwas was in der Leitlinie betont wird Die Eigenverantwortung des Patienten und denen wollen wir ganz bewusst mit einen beziehen und dann funktioniert das richtig gut.
00:16:50: Was sind denn die Vorteile dieses FastTracks?
00:16:53: Ja, wir bauen jede Art von Barriere ab.
00:16:57: Also früher wurden in Gelenke ganz viele Wundrennagen eingelegt, wurden Katheter gelegt vielleicht sogar ein Blasenkatheter Ganz aufwendige Verbände.
00:17:05: die Patienten durften nicht sofort aufstehen weil sie auch gar nicht wussten wie das geht und was sie alles so dürfen.
00:17:12: Und der Vorteil jetzt durch dieses Schulungsprogramm und die sichere Operation ist dass der Patient schon genau weiß Was kommt auf mich zu?
00:17:20: Was passiert am OP-Tag, was passiert am ersten Tag und den weiteren Tagen?
00:17:26: Und wie kann ich mich darauf
00:17:27: vorbereiten?".
00:17:27: Also wir geben unseren Patienten ein Trainingsprogramm mit.
00:17:31: Diese Übungen sollen sie dann ganz intensiv schon trainieren nach dem BetaIn-, BetaOut-Prinzip.
00:17:37: also je fitter ich in die Operation hineingehe desto flotter komme ich auch da hinten wieder raus.
00:17:42: Das ist ein ganz wesentlicher Bestandteil wo wir die Patienten mitein binden.
00:17:48: Das ist im Grunde genommen jetzt noch mal detailliert vor der Operation.
00:17:51: Und dann sagt es ja gerade auch in der OP selbst, gibt es bestimmte Maßnahmen?
00:17:55: Dir magst du die nochmal kurz erläutern?
00:17:58: Ja also damit der Patient dann auch schneller wieder fit ist, operiert man heutzutage die Hüften alle oder die Kniegennige auch minimalinvasiv.
00:18:08: das ist so eine Operationstechnik die sie in den letzten Jahren durchgesetzt hat.
00:18:12: Das heißt man hat andere OP-Zugänge, das heißt man ist schneller auf kürzeren Wege dann an der Hüfte oder am Kniegelenk und minimalinversiv heißt dann... Die Hautschnitt ist ein bisschen kürzere weil es gezielt aufs Gelenk zugeht.
00:18:28: Man verwendet bekannte Muskellücken und macht praktisch die Muskel lücken auf ohne dass man die Muskeln wegschieben muss durchtrennen muss und nach der Operation wieder festnähen muss, das braucht man da alles nicht.
00:18:41: Der Vorteil ist dass es dann natürlich weniger zu Blutungen kommt,
00:18:44: d.h.,
00:18:46: man muss weniger Bluttransfusionen haben, man hat weniger Blutergüsse und man hat wenige Muskelschäden.
00:18:53: D.h.
00:18:53: wenn der Patient dann aufsteht, ist er natürlich auch schneller wieder beweglich und kann sein Bein wieder hochziehen.
00:19:00: Wir nehmen auch keine Drennagen mehr, das heißt wir legen keine Drainage ein so dass der Patient nicht mehr auf Station zwei Tage lang mit seinem Beutelchen dann auf Klo gehen muss und auf der Krankengymnastik.
00:19:11: Das ist auch ein Vorteil!
00:19:12: Wir haben noch ein spezielles Pflaster, das wir auf alle Wunden draufkleben.
00:19:18: Man kann durch das Pflasse die Wunde angucken, damit kein Pflasserwechsel gemacht werden.
00:19:22: Es bleibt zwei Wochen darauf und es ist wasserdicht und man kann damit auch duschen.
00:19:28: und der Vorteil auch bei dieser Frühmobilisierung, wenn der Patient schneller wieder auf den Beinen ist gibt es auch weniger Komplikationen wie zum Beispiel Trombosen-, Handwerksinfekte oder durchs Liegen.
00:19:41: Wenn man länger legt.
00:19:43: Lungen und Zürlungen Ja,
00:19:46: das hört sich wirklich nach einem durchdachten überzeugenden Konzept an.
00:19:50: Ja nun sagt es ja gerade schon intensive Schulung und so weiter und dann auch eben Bewegungen am Bett.
00:19:56: Wichtig ist ja dass macht der Patient alles nicht alleine.
00:19:58: du sprachst grade schon Jan von Schulungen also der übt auch nicht irgendwie nach eigenem Ermessen.
00:20:03: wer ist alles so dabei?
00:20:04: Du sprachest ja grad schon von eurem Team.
00:20:06: Wer begleitet den Patienten vor- und nach der OP?
00:20:10: Also da sind ganz viele Berufsgruppen mit eingebunden.
00:20:13: In der Schulung sind es bei uns die Physiotherapeuten, das ist ganz maßgeblich aber auch der Sozialdienst, die im Vorfeld schon klären.
00:20:22: muss für die Nachsorge noch etwas geklärt werden.
00:20:24: Ist die Versorgung in der Häuslichkeit gewährleistet?
00:20:28: Soll eine Reha angetreten werden darf sie ambulant sein was wir sehr favorisieren.
00:20:33: Das funktioniert also sehr gut.
00:20:35: oder soll sie lieber stationär sein weil's zu Hause alleine vielleicht nicht klappt Treppenstufen zu bewältigen sind.
00:20:42: Das sind ganz wichtige Berufsgruppen, aber wie ich ja schon sagte ist es nicht nur der Chirurg alleine wir brauchen auch ein super Team im OP dass es da Hand in Hand geht maximal Routine das alle Abläufe wirklich perfekt aufeinander abgestimmt sind, dass die Physiotherapeuten wissen Zu der Zeit wird der Patient wieder auf Station sein, dann werden wir da sein und mit ihm aufstehen.
00:21:06: Und ihm helfen dabei die ersten Schritte zu gehen... Also so
00:21:09: schnell tatsächlich?
00:21:10: Wir
00:21:10: wollen am OP-Tag aufstehnen!
00:21:12: Es gibt Ausnahmen wo das vielleicht nicht möglich ist aber die überwiegende Mehrheit steht wirklich auf und wir haben es jetzt wirklich in der Vergangenheit so dass wenn wir nach einem OP Tag Visite machen auf Stationen manchmal finden wie die Patienten gar nicht weil sie draußen sind oder in der Café Lounge und wirklich schon unterwegs sind.
00:21:27: Das stimmt.
00:21:28: Das ist wirklich beeindruckend schon und leiten sie auch an.
00:21:32: Und natürlich auch die Pflege, die muss ja schauen wie sind die Verbände müssen wir an den Medikamenten etwas ändern?
00:21:38: aber was wirklich betont werden muss ist Wir leiten dem Patient selbstverständlich an.
00:21:43: er wurde ja geschult Er weiß was alles auf ihn zukommt und die Übungen die er nach der Operation machen soll Die kennt er ja schon.
00:21:49: Ja vor der operation ja auch schon trainiert.
00:21:52: Aber die Betonung liegt wirklich auf Eigentraining.
00:21:55: So etwas wie Motorschienen oder so etwas, das gibt es bei uns nicht mehr.
00:22:00: Das selbstständige aktive Training ist viel, viel effektiver und die Patienten kommen damit wirklich sehr gut zurecht.
00:22:07: Prima!
00:22:08: Zusammenfassend kann man also sagen im Endoprothetikzentrum der Christophos-Kliniken sind die Menschen bestens aufgehoben.
00:22:15: Ihr zwei und euer gesamtes Team aber auch die Mitarbeiter der Christophorstherapie und Gesundheit Und die Pflegekräfte kümmern sich ganzheitlich um die Patienten, damit ihr Gelenkersatz gut gelingt.
00:22:27: Vielen Dank Jan und Dirk für euer Kommen und eure Einblicke in das Kursfelder IPZ!
00:22:34: Ja auch vielen
00:22:35: Dank!
00:22:35: Ich
00:22:37: sage auch euch vielen dank fürs Zuhören und sag tschüss bis zum nächsten Mal wenn es wieder heiß.
00:22:42: Hallo Christopherus und bis dahin alles Gute.
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